Antidepressive und angstlösende Wirkung von Weihrauch

Posted by Christine Rana on Saturday, September 17, 2016

Weihrauch ist - neben Kampfer - eines meiner liebsten und am häufigsten verwendeten Räuchermittel. Im Moment räuchere ich v.a. mit einem jüngst im Kloster Andechs erstandenen, aus Eritrea stammenden Weihrauch und erlebe den aromatischen Duft immer wieder als sehr erhebend - (bisher) auch ohne wissenschaftlichen Nachweis der psychoaktiven Wirkung dieses "heiligen Räucherwerks", das aus dem luftgetrockneten Harz des Weihrauchbaumes gewonnen und über Jahrhunderte für so kostbar erachtet wurde, dass es mit Gold aufgewogen wurde. Die anti-depressive und anxiolytische, also angstlösende, Wirkung von Weihrauch ist für mich gut nachvollziehbar, und gleichzeitig freue ich mich angesichts der zunehmenden Anzahl von Menschen, die von Depressionen und Ängsten betroffene sind, dass hier eine natürliche Methode erforscht wird, mit der Symptome möglicherweise zumindest punktuell gemildert werden können.

Die Geschichte des Weihrauchs reicht weit zurück: Er wurde den alt-orientalischen Göttern bereits vor 7000 Jahren als zeremonielle Opfergabe dargebracht. Im alten Ägypten diente Weihrauch nicht nur kultischen Zwecke, sondern war selbst Gegenstand der Verehrung und wurde als "Gottesduft" oder "Stoff, der göttlich macht" bezeichnet. Er wurde aber auch wegen seines desinfizierenden und entzündungshemmenden Effekts geschätzt.

Manchen christlichen Überlieferungen nach durfte Adam bei seiner Vertreibung aus dem Paradies einen Weihrauchbaum mitnehmen, und natürlich kennen wir alle die Geschichte der Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland, zu deren Gaben neben Myrrhe und Gold auch Weihrauch gehörte.

In der traditionellen indischen Naturheilkunde des Ayurveda („Wissenschaft vom gesunden Leben“) wird das Harz des indischen Weihrauchbaumes seit über 3.000 Jahren als wichtiges Heilmittel eingesetzt, z.B. als Salbe zur innerlichen und äußerlichen Behandlung.

Im Westen geriet der Weihrauch als Heilmittel nach dem Mittelalter in Vergessenheit. Erst seit Mitte der 1980er Jahre, als Pharmakologe Prof. Philipp Theodor Ammon der Universität Tübingen das Harz des Olibaums von einer Studienreise aus Indien mitbrachte, erwachte das Interesse an seinen Inhaltsstoffen neu. Dies mündete in eine Reihe von Studien, die die entzündungshemmende und schmerzmildernde Wirkung von Boswellia, einem der Inhaltsstoffe des Harzes, nachweisen konnten. Die psychoaktive Wirkung wurde vor Kurzem von Forschern aus den USA und Israel bestätigt.

Anlass genug, meine Klientinnen und Klienten in der Praxis immer mal wieder in den Genuss meines feinen eritreischen Weihrauchs kommen zu lassen.

Ich bin gespannt auf die Rückmeldungen!

Welche Erfahrungen haben Sie / habt Ihr mit Räucherungen und deren Auswirkungen auf Ihr / Euer Wohlbefinden gemacht? Freue mich über Kommentare und "Shares"-)!



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Christine Rana: leidenschaftliche Therapeutin und begeisterter Coach. Langjährige Yogini und Stille liebende Meditierende. Neu-Bloggerin und Fürsprecherin dafür, dass wir alle uns ein Leben kreieren, das wir von Herzen lieben.

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