Akzeptanz, Mitgefühl und so weiter, und so weiter… alles schön und gut (und bekannt). Aber wie bekomme ich das im Alltag hin?

Posted by Christine Rana on Sunday, January 4, 2015



Vielen Dank für eure Rückmeldungen und euer Nachfragen zu meinem weihnachtlichen Blogpost! Nachdem die Feiertage jetzt vorüber sind und ich dem ersten Vollmond des Jahres die ihm gebührende Aufmerksamkeit habe zukommen lassen, möchte ich das Thema nochmal aufgreifen (und bestimmt nicht zum letzten Mal):

Die wohl brennendste Frage scheint zu sein, wie wir die erwähnten Qualitäten, um deren wohltuende Wirkung wir ja eigentlich ohnehin alle schon wissen (genauso wie um die Sache mit dem gesunden Essen und dem regelmäßigen Sport ;-)), tatsächlich dann auch in den Alltag integrieren können.

Die Antwort ist so einfach wie offensichtlich, und – mit etwas liebevoll-spielerischer Ausdauer und Toleranz für kleine und größere „Ausrutscher“ - letztlich auch gut machbar:


Üben, üben, üben!


Jeder Tag ist voller Möglichkeiten
, die uns dazu einladen, uns in Mitgefühl und Akzeptanz zu üben, Dinge nicht persönlich und stattdessen lieber mit Humor zu nehmen, zwischendurch bewusst inne zu halten und eine Pause einzulegen und uns durch klare Grenzen gegen zu hohe An- und daraus entstehende Überforderung zu schützen.

Meistens sehen wir diese Gelegenheiten jedoch eher als Ärgernisse denn als Übungsfeld,

·         wie z.B. der rücksichtslose Autofahrer, der uns gerade die Vorfahrt genommen hat;

·         die alte, bettelnde Frau, die uns irgendwie Angst macht;

·         Leute, die an der Supermarktkasse erst ewig anstehen und dann trotzdem erst in letzter Minute den Geldbeutel rauskramen;

·         die ellenlange To-Do-Liste, die wir unmöglich heute noch abarbeiten können.


Von all diesen Dingen können wir uns stressen lassen – und tun es nur allzu oft auch.

Oder wir können uns von ihnen inspirieren lassen.


·       Dazu aus unseren eingefahrenen Reaktionsmustern auszusteigen und nicht gleich loszuschimpfen. Oder uns dessen zumindest bewusst zu werden. Kurze Pause. Aha-Moment. Kurswechsel. Erstmal nur ab und zu, dann immer öfter.

·       Dazu unsere unbewussten Ängste zu fühlen, statt sie reflexhaft wegzudrängen oder nach außen zu projizieren. Dabei werden wir oft feststellen, dass wir dieses Zulassen und Fühlen ganz gut aushalten können und dadurch sogar sehr viel Energie frei wird, die vorher durch das Unterdrücken gebunden war. In den anderen Fällen, wenn die Angst zu groß ist um uns ihr alleine zu stellen, können wir uns Hilfe holen.

·       Dazu die Art von Geduld zu üben und von Verständnis zu haben, die wir uns selbst wünschen. Vielleicht fällt uns das leichter, wenn wir uns vor Augen führen, dass wir einfach nicht wissen können, warum jemand gerade so agiert wie er es eben tut, mit welchen Schwierigkeiten und Belastungen er/sie womöglich derzeit zu kämpfen hat. Und wie wir selbst uns in einer vergleichbaren Situation verhalten würden.

·       Und ewig nicht kürzer werdende To-Do-Listen könnten uns schließlich dazu inspirieren, unseren „inneren Leister“ zu hinterfragen und die (meistens selbst gelegte) Latte vielleicht etwas niedriger anzusetzen. Uns zu fragen, warum wir meinen so viel tun zu müssen und ob weniger manchmal nicht mehr ist. Ja und Ja: Ja, das ist ein gutes Thema für Coaching, und ja, dieser Part trägt leicht autobiographische Züge...

Damit uns die Muse der Inspiration in solchen Momenten küssen kann, müssen wir diese Momente natürlich auch als potenzielle „Inspirationsmusenkussmomente“ erkennen können.

Wenn wir toujour im Autopilot-Modus durch unseren Alltag rasen, wird das schwierig bis unmöglich sein. Das heißt wir dürfen ein Mehr an Präsenz in unser Leben einladen und Achtsamkeit kultivieren.

Und diesen beiden „spirituellen Schlüsselkompetenzen“ werden wir hier noch viel Aufmerksamkeit und Raum schenken.

So stay tuned!

 

Von Herzen,
Christine




Tags: achtsamkeit + präsenz 

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Christine Rana: leidenschaftliche Therapeutin und begeisterter Coach. Langjährige Yogini und Stille liebende Meditierende. Neu-Bloggerin und Fürsprecherin dafür, dass wir alle uns ein Leben kreieren, das wir von Herzen lieben.

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